It depresses me that this is good news.
Friday, January 28th, 2011 05:43 pmFirst, what I suppose passes for good news under the circumstances over here, even though it was really about time - now it's possible to get a registered partnership with your spouse without additional surgical requirements in Germany.
The rest of the law, however.
Oh, God, dear God, why. Thank you, Bundesverfassungsgericht. Now we only need you to do away with the clause that requires people to be permanently sterile, plz, because what the fuck is this:
Quite apart from the charming assertion that this is a "Zwang", as though it's some kind of obstinate delusion that the state is graciously humouring here, I can't even conceive who thought it was a bright idea to come up with that sterility clause.
WHO the fuck do these people think they are that they think that this perverse intrusion into the physical integrity of others is just. WHO made it legal to give them the right to have this kind of crass barbaric influence over the bodies of others.
This is so fucking vile, and I also don't get why this has to be a law. Who's benefitting from it? What's the point of this? And if they're a-changing the laws, anyway, why not lose this nonsense from the eighties, too?
"Im Namen des Volkes"?
Nicht in meinem Namen.
EDIT: looks like they did suspend the sterilization-paragraph entirely? The German article I read on this was fucking confusing. Also, my pidgin-knowledge of legalese doesn't mix well with my headcold. I thought this only applied in cases in which otherwise a registered partnership was not possible, but it looks as though it's suspended until it's been reviewed, which would be incredibly awesome, and also about motherfucking time.
The rest of the law, however.
Oh, God, dear God, why
«Im Namen des Volkes in dem Verfahren über die Verfassungsbeschwerde»
[...]
(1) Auf Antrag einer Person, die sich auf Grund ihrer transsexuellen Prägung nicht mehr dem in ihrem Geburtseintrag angegebenen, sondern dem anderen Geschlecht als zugehörig empfindet und die seit mindestens drei Jahren unter dem Zwang steht, ihren Vorstellungen entsprechend zu leben, ist vom Gericht festzustellen, dass sie als dem anderen Geschlecht zugehörig anzusehen ist, wenn sie
1. die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 erfüllt,
2. (weggefallen)
3. dauernd fortpflanzungsunfähig ist und
4. sich einem ihre äußeren Geschlechtsmerkmale verändernden operativen Eingriff unterzogen hat, durch den eine deutliche Annäherung an das Erscheinungsbild des anderen Geschlechts erreicht worden ist.
(2) In dem Antrag sind die Vornamen anzugeben, die der Antragsteller künftig führen will; dies ist nicht erforderlich, wenn seine Vornamen bereits auf Grund von § 1 geändert worden sind.
--> apparently now suspended. =D
[...] (zu 3.) Das Bundesministerium des Innern erarbeitete zum 7. April 2009 den Entwurf eines Gesetzes zur Reform des Transsexuellenrechts, der jedoch aufgrund der bereits fortgeschrittenen Legislaturperiode nicht mehr in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht wurde (BTDrucks 16/13157, S. 1). Der Entwurf hielt an der Zweiteilung zwischen „kleiner“ und „großer Lösung“ fest. Für die zur Personenstandsänderung führende „große Lösung“ sollte die dauernde Fortpflanzungsunfähigkeit und nunmehr statt der bisher in § 8 TSG geforderten Operation eine in körperlicher Hinsicht erfolgte Anpassung an das Erscheinungsbild des anderen Geschlechts zur Voraussetzung gemacht werden, jedoch nur, soweit die dafür notwendige medizinische Behandlung nicht zu einer Gefahr für das Leben oder zu einer schweren dauerhaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Betroffenen führe.
In der Begründung des Gesetzesentwurfs wurde dazu ausgeführt, auf die Voraussetzung der dauernden Fortpflanzungsunfähigkeit könne grundsätzlich nicht verzichtet werden. Die vom Geschlecht abhängige Zuordnung im Zusammenleben der Gesellschaft solle gewahrt werden; insbesondere müsse ausgeschlossen werden, dass rechtlich dem männlichen Geschlecht zugehörige Personen Kinder gebären und rechtlich dem weiblichen Geschlecht zugehörige Personen Kinder zeugen. Durch die Voraussetzung der operativen Geschlechtsumwandlung sei es allerdings in der Vergangenheit zu mehr Operationen gekommen, als therapeutisch angezeigt gewesen seien. Daher sollten sich medizinische Eingriffe künftig nach der individuellen Entwicklung und ärztlichen Beurteilung richten.
[...]
(1) Auf Antrag einer Person, die sich auf Grund ihrer transsexuellen Prägung nicht mehr dem in ihrem Geburtseintrag angegebenen, sondern dem anderen Geschlecht als zugehörig empfindet und die seit mindestens drei Jahren unter dem Zwang steht, ihren Vorstellungen entsprechend zu leben, ist vom Gericht festzustellen, dass sie als dem anderen Geschlecht zugehörig anzusehen ist, wenn sie
1. die Voraussetzungen des § 1 Abs. 1 Nr. 1 bis 3 erfüllt,
2. (weggefallen)
4. sich einem ihre äußeren Geschlechtsmerkmale verändernden operativen Eingriff unterzogen hat, durch den eine deutliche Annäherung an das Erscheinungsbild des anderen Geschlechts erreicht worden ist.
(2) In dem Antrag sind die Vornamen anzugeben, die der Antragsteller künftig führen will; dies ist nicht erforderlich, wenn seine Vornamen bereits auf Grund von § 1 geändert worden sind.
--> apparently now suspended. =D
[...] (zu 3.) Das Bundesministerium des Innern erarbeitete zum 7. April 2009 den Entwurf eines Gesetzes zur Reform des Transsexuellenrechts, der jedoch aufgrund der bereits fortgeschrittenen Legislaturperiode nicht mehr in das Gesetzgebungsverfahren eingebracht wurde (BTDrucks 16/13157, S. 1). Der Entwurf hielt an der Zweiteilung zwischen „kleiner“ und „großer Lösung“ fest. Für die zur Personenstandsänderung führende „große Lösung“ sollte die dauernde Fortpflanzungsunfähigkeit und nunmehr statt der bisher in § 8 TSG geforderten Operation eine in körperlicher Hinsicht erfolgte Anpassung an das Erscheinungsbild des anderen Geschlechts zur Voraussetzung gemacht werden, jedoch nur, soweit die dafür notwendige medizinische Behandlung nicht zu einer Gefahr für das Leben oder zu einer schweren dauerhaften Gesundheitsbeeinträchtigung des Betroffenen führe.
In der Begründung des Gesetzesentwurfs wurde dazu ausgeführt, auf die Voraussetzung der dauernden Fortpflanzungsunfähigkeit könne grundsätzlich nicht verzichtet werden. Die vom Geschlecht abhängige Zuordnung im Zusammenleben der Gesellschaft solle gewahrt werden; insbesondere müsse ausgeschlossen werden, dass rechtlich dem männlichen Geschlecht zugehörige Personen Kinder gebären und rechtlich dem weiblichen Geschlecht zugehörige Personen Kinder zeugen. Durch die Voraussetzung der operativen Geschlechtsumwandlung sei es allerdings in der Vergangenheit zu mehr Operationen gekommen, als therapeutisch angezeigt gewesen seien. Daher sollten sich medizinische Eingriffe künftig nach der individuellen Entwicklung und ärztlichen Beurteilung richten.
[...]
Quite apart from the charming assertion that this is a "Zwang", as though it's some kind of obstinate delusion that the state is graciously humouring here, I can't even conceive who thought it was a bright idea to come up with that sterility clause.
This is so fucking vile, and I also don't get why this has to be a law. Who's benefitting from it? What's the point of this? And if they're a-changing the laws, anyway, why not lose this nonsense from the eighties, too?
"Im Namen des Volkes"?
Nicht in meinem Namen.
EDIT: looks like they did suspend the sterilization-paragraph entirely? The German article I read on this was fucking confusing. Also, my pidgin-knowledge of legalese doesn't mix well with my headcold. I thought this only applied in cases in which otherwise a registered partnership was not possible, but it looks as though it's suspended until it's been reviewed, which would be incredibly awesome, and also about motherfucking time.
no subject
Date: Saturday, February 5th, 2011 02:02 pm (UTC)Absolutely agree with this!
And, now, very honestly: ONE OF OUR SOCIETY'S F***ING WORST PROBLEMS IS THAT WOMEN BEAR CHILDREN AND MEN DON'T!
HERE are the people who have the oppotunity to choose and change things.
Don't agree with this - trans people aren't automatically poster children for social change and I doubt they "chose" their gender any more than either of us actively chose our gender and are actively NOT changing things. At least that's not what I'm doing.
Also, I know that you feel for your friend, as I do for friends of mine, but please don't reveal the birth names of trans people - the context makes it clear that Conrad's trans, but I don't need to know what name he was given at birth. I doubt I'll ever meet him, but revealing someone's trans status without their knowledge or consent can be very dangerous and is definitely not ok, so please don't do that.
I'm with you, though, I can't believe that they'd take away the most basic human rights from people for whatever reason, though I suppose that the first articles in our GG are there only for show, I've yet to see them enforced in any meaningful ways for a lot of groups to whom they don't apply.
The fact that people were forced to be sterilized also shocks me into speechlessness and I so hope and pray that I've read correctly and they abolished that utterly inhumane paragraph. D= I can't believe that they kept this thing for this long, it's so incredibly cruel.